Historie

In ihm wurde im Laufe eines Jahres das Modell der »Gelsenkirchener Arbeitsförderungsgesellschaft«, kurz GAFÖG genannt, entwickelt. Im Blickpunkt standen dabei insbesondere erwerbsfähige langzeitarbeitslose Sozialhilfeempfänger. Sie sollten über unternehmensorientierte Arbeitsmarktangebote wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden.
Die GAFÖG wurde im November 1992 von der Stadt Gelsenkirchen und neun Privatunternehmen als gemeinnützige GmbH gegründet. Unternehmenszwecke waren und sind die Qualifizierung, sozialpädagogische Begleitung und Vermittlung von Arbeitsuchenden.
Dabei beschritt die GAFÖG neue Wege: Qualifizierung und Beschäftigung erfolgten auf der Grundlage befristeter Arbeitsverträge und unter betriebsüblichen Rahmenbedingungen. Wertschaffende Arbeit und das Instrument der nicht-gewerblichen Zeitarbeit wurden zu weiteren Markenzeichen des GAFÖG-Modells - und zu Erfolgsfaktoren, gemessen am Ziel der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt.
Im Laufe der Zeit haben wir unsere arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten durch die Beteiligung der Städte Gladbeck und Bottrop und privaten Wirtschaftsbetrieben aus diesen Städten nicht nur in geographischer Hinsicht ausgeweitet.
Wir bieten unsere Arbeitsmarktdienstleistungen sowohl für Kunden der Agentur für Arbeit als auch der örtlichen Arbeitsgemeinschaften an. Auf die mit dem Namen Hartz verbundenen Arbeitsmarktreformen, insbesondere die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, haben wir uns vorausschauend vorbereitet und die damit verbundenen Herausforderungen angenommen.
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1991
Der "Arbeitskreis lokale Beschäftigungsoffensive" entwickelt die Grundzüge eines Modells für eine "Arbeitsförderungsgesellschaft neuen Typs". Innovative Elemente: Beteiligung privater Wirtschaftsbetriebe, Zeitarbeit als Vermittlungsinstrument, keine Nachschusspflicht der Gesellschafter.
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1992
Gründung der Gelsenkirchener Arbeitsförderungsgesellschaft (GAFÖG gGmbH). Der erste Firmensitz befindet sich in der Leithestraße 37 in Gelsenkirchen. Aktivitäten: Beratung und Arbeitsvermittlung von Sozialhilfeempfängern, ABM, Schuldnerberatung.
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1994
Die Stadt Gladbeck und Gladbecker Unternehmen beteiligen sich als Gesellschafter. Der erste Standort in Gladbeck befindet sich in der Bottroper Straße 275. Aktivitäten: Beratung und Arbeitsvermittlung von Sozialhilfeempfängern, kleinere BSHG-Projekte.
Verlegung der Hauptverwaltung und des Gelsenkirchener Standortes von der Leithestraße in den Ahlmannshof 50a. Ausweitung des Arbeitsmarktangebots auf die Berufsfelder Metallbau / Schweißen, Holzbearbeitung, Garten- und Landschaftsbau / Radwegebau. -
1996
Die Stadt Bottrop und Bottroper Unternehmen beteiligen sich als Gesellschafter. Der erste Standort in Bottrop befindet sich im Bottroper Gründer und Technologie-Zentrum (BGT), Im Blankenfeld 6-8. Aktivitäten: Entwicklung eines Arbeitsmarktprojektes für kaufmännisch-verwaltende und EDV-Berufe.
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1998
Umzug des Standortes Bottrop vom BGT in die Robert-Florin-Straße 2. Zukunftsorientierte Aktivitäten: Durchführung von kombinierten Arbeits- und Qualifizierungsprojekten für kaufmännisch-verwaltende und EDV-Berufe.
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1999
Umzug der Hauptverwaltung und des Standortes Gelsenkirchen vom Gewerbegebiet Ahlmannshof zur Emscherstr. 66. Ausweitung des Arbeitsmarktangebots auf die Berufsfelder: Elektrotechnik und Malen und Lackieren.
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2000
Verlegung des Standortes Gladbeck von der Bottroper Straße zur Stollenstraße 13: Ausweitung des Arbeitsangebots auf die Berufsfelder Trockenbau, Hochbau und Garten- und Landschaftsbau.
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2004
Erweiterung der Qualifizierungsangebote in kaufmännischen Berufsfeldern und für EDV-Anwendungen. Teilverlagerung der Schuldnerberatung-Gelsenkirchen ins »Volkshaus Rotthausen«, Grüner Weg 3.
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2005
Einrichtung einer Schweißlehrwerkstatt in der von der Firma Vaillant angemieteten »Bismarckhalle« in der Emscherstraße. Weiterer Ausbau des Fachbereichs GaLa-Bau durch entsprechende Ausgestaltung eines neuen Freigeländes im Gewerbegebiet Emscherstraße. Aufbau und Koordination der komplexen Netzwerkprojekte »EQUAL« und »BEST AGER«.
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2006
Start erster Maßnahmen im Bereich Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW), zunächst in den Schwerpunktbereichen Metall / Schweißen sowie Garten- und Landschaftsbau.
Standortübergreifend wird in Kooperation mit den Sozialverwaltungen der Städte Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop das vom Land NRW geförderte Modellprojekt zur kombinierten sprachlichen und berufspraktischen Qualifizierung von asylsuchenden und geduldeten Jugendlichen (MODEF) durchgeführt.
Der Standort Gladbeck wird zur Bottroper Str. 273 verlagert.
Die GAFÖG-Schuldnerberatung in Gelsenkirchen verdoppelt dauerhaft die Zahl der Beratungsfälle und der Mitarbeiter und bezieht neue Rämlichkeiten im Ahlmannnnshof 22. -
2007
Am Standort Gladbeck werden Qualifizerung und Beschäftigung im Bereich Haushaltsnahe Dienstleistungen angeboten.
Zum Jahresende wird die von GAFÖG betriebene Jugendhilfewerkstatt im Jugendkombihaus Bottrop eröffnet.
Im November 2007 startet das vom Land NRW umfangreich geförderte innovative Modellprojekt "Kundenbetreuer BOGESTRA". 200 dieser Kundenbetreuer werden von GAFÖG in Kooperation mit den ARGEn Gelsenkirchen, Bochum und Herne sowie dem Optionskreis Ennepe-Ruhr über ein spezielles Profiling akquiriert, in Kooperation mit BOGESTRA geschult und anschließend über 7 Monate auf den Bussen und Bahnen der BOGESTRA eingesetzt. Rund 90 Teilnehmer werden nach Abschluss des Projektes Ende 2008 von BOGESTRA übernommen. -
2008
Einrichtung eines Weiterbildungszentrums für sozialpflegerische Berufe - Kranken- und Altenpflegehilfe sowie Alltagsassistenz - in Bottrop, Am Rhein-Herne-Kanal 7. Ebenfalls am Standort Bottrop werden die Fachbereiche Lager & Logistik und Kosmetik & Körperpflege eröffnet.
Am Standort Gelsenkirchen eröffnet der Fachbereich Hauswirtschaft.
Erste regionale Ausweitung des vormals Gelsenkirchener Beschäftigungspaktes für Ältere - BEST AGER - zum Beschäftigungspakt für ältere im Revier. BEST AGER zieht auch nach Gladbeck, Bottrop und Oberhausen. -
2009
Mülheim tritt Anfang des Jahres dem regionalen Beschäftigungspakt für Ältere BEST AGER bei. Zur Jahresmitte folgen Dortmund, Bochum und Herne sowie der Kreis Recklinghausen. GAFÖG übt die Funktion des Paktkoordinators in erweitertem Rahmen aus.
Am Standort Gelsenkirchen wird ein Fachseminar Krankenpflegehilfe eröffnet.
